Affinity Photo als Bildbearbeitungsprogramm

Affinity Photo – die Alternative zu Photoshop

By: Christina

Affinity Photo macht dem Klassiker Photoshop von Adobe Konkurrenz. Eine Alternative auch für Filmemacher. Denn: Titel und Bauchbinden entwickeln, Grafiken erstellen oder DVD Cover gestalten – Bildbearbeitung gehört bei Filmprojekten oft dazu. Adobe Photoshop bot bisher ein umfassendes Repertoire für diese Aufgaben, jedoch zu einem hohen Preis. Die neue Alternative Affinity Photo der Firma Serif Labs ist ein MAC-Bildbearbeitungsprogramm, das ich hier kurz vorstellen möchte.

 

Affinity Photo – Ganz ohne Cloud

Seit einigen Monaten ist Affinity Photo auf dem Markt. Nachdem ich es wochenlang in der Beta-Phase getestet habe und total überzeugt wurde, bin ich inzwischen glücklicher Affinity Photo Nutzer. In den letzten Jahre hatte ich immer noch mit der Photoshop CS2 rumgewerkelt und für einzelne Projekte mal die neueren Testversionen verwendet. Das konnte aber keine Dauerlösung sein. Photoshop in der Cloud zu „mieten“ war für mich aber auch keine Option: Ich bin einfach kein Freund von Dauerkosten oder der akkuraten Planung ein Programm nur in einzelnen Monaten gezielt zu nutzen. Affinity Photo bietet da als professionelles Bildbearbeitungsprogramm zu einem günstigen Preis eine spannende Option.

 

Affinity Photo im Vergleich zu Adobe Photoshop

Die Bedienoberfläche bei Affinity Photo ist der von Photoshop sehr, sehr ähnlich und nutzt auch dieselben Tastenkürzel. Wer daher schon länger mit Photoshop gearbeitet hat, der findet sich auch mit Affinity Photo schnell zurecht. Anthrazit-farbene Oberfläche, links die Werkzeugleiste mit Tools zum Zeichnen, Auswählen, Füllen, Radieren, Formen einfügen etc., rechts Paletten für die Ebenen, ein Histogramm etwa und Navigator. So können als einfaches Beispiel genauso wie bei Photoshop Vektoren bearbeitet werden, Titel oder Bauchbinden mit mehreren Ebenen, wie einer Textebene, einer Transparenz sowie grafischen Elementen erstellt und als PNG für die Verwendung in Schnittprogrammen ausgegeben werden. Alles funktioniert professionell und einiges aus meiner Sicher sogar intuitiver.

Ein wichtiger Punkt ist: Affinity Photo kann Photoshop-Dateien importieren und auch exportieren und auch mit dem Raw-Format arbeiten. Insgesamt wird das Programm in den Kritiken sehr gelobt – einige sprechen vom „Photoshop-Killer“, andere kritisieren einzelne Aspekte, wie fehlende Funktionen für HDR-Aufnahmen, die Möglichkeit Einzelaufnahmen zu einem Panorama zusammenzufügen, Schwächen bei den Autokorrekturautomatiken oder eine vergleichsweise schlecht funktionierende Rauschreduktion. Für mich sind das jedoch nur kleinere Kritikpunkte, die vor allem im Aufgabenbereich für Filmprodukte kaum eine Relevanz spielen.

 

Mein Fazit zu Affinity Photo

Für mich hat Affinity Photo den Bildbearbeitungs-Klassiker Photoshop verlustfrei ersetzt. Für die reine Fotobearbeitung nutze ich weiterhin auch Adobe Lightroom. Mir bietet Affinity Photo als Vektorbearbeitungsprogamm alles, was ich für meine Arbeit als Filmschaffende von einem professionellen Grafikprogramm erwarte und das zu einem unschlagbaren Preis: Es kostet 49,99 Euro. Einmalig. Leider ist es eben nur für MAC erhältlich. Affinity Photo ist das zweite Produkt der Affinity Reihe. Das Vektor-Zeichenprogramm Affinity Designer ist schon länger auf dem Markt. Weitere Programme ähnlich der Adobe Creative Suite sollen folgen. Gerade für die Erstellung von gestalteten mehrseitigen Exposés freue ich mich hier auf das InDesign-Pendant Affinity Publisher, das bald folgen soll.

Hier gehts zur Testversion.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top