Kamerapositionen

Die richtige Kameraperspektive

By: Christina

Die Kameraperspektive hat großen Einfluss auf die Bildwirkung. Normalsicht, Vogel- oder Froschperspektive – je nachdem wie hoch oder tief der Standpunkt der Kamera ist, ergeben sich unterschiedliche Betrachtungswinkel und Bildwirkungen. Die Perspektive ist auch ein kreatives Bildgestaltungsmittel. Also runter auf den Boden oder rauf auf den nächsten Balkon!

 

Normalperspektive – Auf Augenhöhe

Viele Aufnahmen dreht ihr in der Normalperspektive. Sie zeigt das Geschehen oder euren Protagonisten auf Augenhöhe. Daraus ergibt sich eine sehr neutrale Wirkung. Die Normalperspektive eignet sich vor allem für Interviewaufnahmen. Die Höhe der Kamera ändert sich mit der Größe eures Interviewpartners. Bei einem 2-Meter-Basketballer ist der Kamerastandpunkt für die Normalsicht also deutlich höher, als wenn ihr einen Hund in der Normalperspektive filmen wollt. Wenn ihr aus der Hand oder von der Schulter filmt, könnt ihr bei Kindern in die Knie gehen. Interviewt ihr Menschen, die auffällig viel größer sind als ihr selbst, müsst ihr auf ein Stativ zurückgreifen oder selbst erhöht stehen. In der Normalperspektive gefilmte Menschen kommen neutral rüber – ohne durch den Kamerastandpunkt verursachte Emotionen auszulösen.

Normalperspektive

Die Normalsicht ist die Standart-Kameraperspektive für Interviews.

Froschperspektive – Untersicht

In der Froschperspektive zeigt ihr eure Umgebung oder euren Protagonisten von unten. Eure Motive wirken größer und beeindruckender. Bei Menschen muss der Zuschauer zu ihnen hoch schauen. Dadurch wird ihm ein Gefühl von Unterlegenheit vermittelt. Ihr könnt diese Perspektive aber auch einsetzen, um einen interessanteren Bildaufbau zu erzielen. An einer Straßenflucht steht die Kamera auf dem Boden und die Räder der heranfahrenden Autos kommen groß ins Bild. Die Linien durch die Häuserdächer zum Horizont hin werden steiler und bringen dadurch mehr Dynamik ins Bild.

 

Vogelperspektive – Aufsicht

Wenn eure Kamera erhöht steht und nach unten filmt, dann macht ihr Aufnahmen in der Vogelperspektive. Filmt ihr Menschen in der Aufsicht, dann wirken diese klein und unbedeutender. Die Perspektive vermittelt dem Zuschauer ein Gefühl von Überlegenheit. Für Orte oder Umgebungen kann die Vogelperspektive einen guten Überblick verschaffen. Es muss aber nicht gleich eine Drohne sein, die beeindruckende Luftbilder zaubert, auch schon der Blick von einem Balkon oder einem vergleichbar erhöhten Standort bringt neue interessante Eindrücke.

Perspektive

Vogelperspektiven oder Untersichten bringen interessante Blickwinkel.

Subjektive Kameraperspektive

Bei der subjektiven Kamera betrachtet der Zuschauer das Geschehen mit den Augen des Protagonisten. Macht ihr beispielsweise einen Beitrag über Babyspielsachen, könnt ihr auch selbst einmal mit der Kamera die Perspektive eines Babys einnehmen und die Welt von dieser Höhe zeigen. Diese Perspektive ist eine kreative Variante und gibt dem Zuschauer das Gefühl unmittelbar im Geschehen zu sein.

 

Die Kameraperspektive ist also ein wichtiges Stilmittel. Drehs auf Augenhöhe sind bei Interviews der Standard. Aber gerade ungewöhnliche Perspektiven, ob von unten oder von oben oder auch mal durch eine subjektive Kamera können einen Beitrag sehr viel interessanter gestalten. Für besonders außergewöhnliche Kameraperspektiven eigenen sich Drohnen oder Actioncams, die an verschiedenen Orten montiert werden können.

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