Variofilter oder feste Graufilter zum Filmen mit der DSLR bzw. DSLM?

Graufilter zum Filmen: Variofilter vs. feste Sets

By: Christina

Ein Graufilter oder ND-Filter ist ein nützliches Utensil beim Filmen mit der DSLR oder DLSM. Er nimmt eine gewisse Lichtmenge weg, sodass auch bei Sonnenschein mit offener Blende gefilmt werden kann. ND-Filter gibt es in verschiedenen Stärken als Sets oder als Variofilter. Hier kann man die Lichtdurchlässigkeit stufenlos regulieren. Dieser Artikel gibt euch Tipps und Hinweise zum Kauf bei einem variablen oder festen Graufilter.

 

Graufilter-Set für 10 Euro

Ich hatte mir schon vor einiger Zeit zum Fotografieren ein sehr günstiges *Dreier-Graufilter-Set zugelegt. Bei weniger als zehn Euro bekommt man hier Graufilter in drei Blendenstufen mit einer Tasche. Damit kann man schon einmal gut erste Langzeitbelichtungen am Tag ausprobieren. Zum Filmen eigenen sich solche günstigen Graufilter nur bedingt. Die Farben bekommen einen deutlichen Blaustich und das Bild ist vergleichsweise milchig. In der Farbkorrektur kann man zwar noch einiges retten, aber besser ist es natürlich, sich so starke Eingriffe ins Material sparen zu können. Der Look kann zwar auch gerade gefallen und als Stilmittel genutzt werden, aber weniger eingeschränkt bist du allerdings, wenn du von möglichst neutralem Material ausgehen kannst.

 

Variable Graufilter vs. Graufilter-Sets zum Filmen

Variofilter sind sehr beliebt, da sie sich justieren lassen, meistens im Bereich von 1-5 Blendenstufen. Wenn es schnell gehen muss, ist ein Vario-Filter also super praktisch. Das Wechseln der Filter entfällt. Insbesondere wenn die Lichtverhältnisse zwischen Licht und Schatten oder wolkig und sonnig stark schwanken, erspart man sich einiges an Zeit und schont auch das Filtergewinde der Objektive. Arbeitet man mit einem Vario-Graufilter, kann man einfach Shutter und Blende je nach gewünschtem Look und Schärfentiefe einstellen und dann am Filter drehen, bis die Belichtung stimmt.

Ich verwende einen vergleichsweise preiswerten Variofilter von ROKO, nicht bestmöglich, aber erträglich von den Farbverfälschungen. Hier werden die Farben leicht ins Gelbliche verfälscht. Auch die Schärfe nimmt ab. Man muss zudem aufpassen, den Filter nicht bis zum Anschlag zu benutzen, da hier eine Vignettierung sichtbar wird. Heliopan, Singh-Ray oder auch Tiffen haben noch hochwertigere Variofilter. Schärfer und noch farbneutraler ist nach verschiedenen Testergebnissen und Meinungen jedoch ein wertiger Satz an echten Graufiltern. Hier gilt es dann zwischen Kosten, Flexibilität und Qualität abzuwägen.

Graufilter-Test_870

 

Adapterringe für verschiedene Filterdurchmesser

Egal, ob ihr euch für einen Vario-Filter oder einen Wechselgraufilter entscheidet, achtet beim Kauf immer auf den Filterdurchmesser eures Objektives. Dieser steht meist am Objektiv oder auch im Objektivdeckel. Wenn ihr mehrere Objektive mit unterschiedlichen Filterdurchmessern habt, dann müsst ihr nicht mehrere Graufilter kaufen. Mit *Adapterringen könnt ihr euren Graufilter auch an Objektiven mit kleineren Filterdurchmessern verwenden. Ihr wählt beim Kauf also für euren Graufilter die Größe eures größten Filterdurchmessers und verbindet mit den Adaptern den Filter mit den Objektiven mit kleineren Filterdurchmessern.

 

Mein Fazit

Wenn ihr mit Offenblende auch bei Sonnenschein arbeiten wollt, dann kommt ihr um einen Graufilter nicht drumherum. Ich bin mit dem Vario Filter recht zufrieden. Beim Filmen bin ich mit einem variablen Filter deutlich schneller, als wenn ich die Filter oft wechseln muss. Den minimalen Gelbstich kann ich bei meinem Budget von weniger als 80 Euro für meinen Graufilter in Kauf nehmen und nachbearbeiten. Der Kontrastreichtum ist stimmig.

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