So kannst du Pixelfehler bei Canon selbst beheben

Pixelfehler bei Canon-Kameras selbst beheben

By: Christina

Pixelfehler, Hotpixel oder auch Dead Pixel sind sehr störende Bildfehler. Insbesondere beim Film. Ein kleiner leuchtender Punkt im Bild immer am selben Fleck – mir fiel er erst so richtig bei einem Nachtdreh auf. Sehr ärgerlich! Auch meine Canon 6D hatte einen Pixelfehler. Dabei liegt die Betonung auf „hatte“. Ich war schon am Recherchieren, wohin ich die Kamera einschicken muss und hatte den Garantieschein herausgekramt, da stieß ich auf einen Trick, mit dem man solche Pixelfehler, Hotpixel oder auch Dead Pixel bei Canon-Kameras selbst beheben kann.

 

Hotpixel – das Aus für eine DSLR als Filmkamera?

Als Hotpixel oder Deadpixel werden Bildpunkte bezeichnet, die anders auf das eintreffende Licht auf dem Sensor reagieren, als normale Pixel. Sie sind zum Beispiel heller, rot oder wie in meinem Fall leuchtend hellgrün. Besonders deutlich sichtbar werden sie bei höheren ISO-Werten. So ist mir mein Pixelfehler auch erst bei einem Nachtdreh auf dem Hannoverschen Großmarkt deutlich aufgefallen. Sehr frustierend – bedeutet so ein Pixelfehler fast unweigerlich das Aus der Kamera als Filmaufnahmegerät. Denn während man beim Fotografieren Pixelfehler noch einfach retouchieren kann, wird es bei Filmmaterial schon deutlich aufwendiger. Jedes Bild nachträglich bearbeiten? Das kann keine dauerhafte Option sein.

 

Sind Pixelfehler bei DSLRs ein Garantiefall?

Nach einem Urteil vom Amtsgericht Mühlheim an der Ruhr sind solche Hotpixel ein Garantiefall. Der Händler muss dem Käufer den Kaufpreis zurückerstatten, wenn die Kamera einen Pixelfehler aufweist. So habe auch ich direkt meine Garantiebedingungen zusammengesucht und wollte meine 6D einschicken. Das Verschicken der Kamera und die Abwicklungen mit dem Service konnte ich mir am Ende aber sparen, da ich glücklicherweise noch auf eine Möglichkeit gestoßen bin den Pixelfehler selbst zu beheben.

 

Fünf Schritte, um Pixelfehler selbst zu beheben:

  1. Es darf kein Licht mehr auf den Sensor fallen. Der Objektiv-Deckel sollte daher auf dem angebrachten Objektiv sein. Zusätzlich kannst du noch einen abgedunkelten Raum betreten. Bei mir hat der Objektiv-Deckel bei einem unbeleuchteten Arbeitszimmer am Vorabend ausgereicht.
  2. Wähle im Menü den Punkt „Sensorreinigung“. Als Unterpunkt entscheidet ihr euch nun nicht für den automatischen Modus, sondern für die „manuelle Sensorreinigung“.
  3. Die Anzeige „Spiegel wird hochklappen. Nach manueller Sensorreinigung, Hauptschalter auf OFF stellen“ bestätigt ihr. Nun klappt der Spiegel hörbar hoch.
  4. Nun wartet ihr mindestens zehn Sekunden und schaltet die Kamera dann aus. Zusätzlich kann man noch den Akku für diese Dauer entfernen.
  5. Bevor ihr die Kamera wieder anschaltet, wartet ihr noch einmal mindestens 10 Sekunden. Beim Einschalten sollte der Spiegel nun wieder hörbar zuklappen.

 

„Manuelle Sensorreinigung“ als „Deadpixel-Killer“

Wenn alles funktioniert hat, wie bei mir, dann ist der Pixelfehler nun verschwunden und der Hotpixel nicht mehr auf euren Bildern sichtbar. Herzlichen Glückwunsch! Eine Erklärung für das Funktionieren dieser „manuellen Sensorreinigung“ als „Deadpixel-Killer“ ist, dass die Kamera-Software nach dem Reinigungs-Modus eine Sensor-Überprüfung durchführt und dabei fehlerhafte Pixel erkennt und behebt. Diese Anleitung ist jedoch keine von offizieller Seite dokumentierte Funktion. Daher kann man nur schwer sagen, für welche Modelle sie erfolgversprechend ist. Neben meiner 6D soll sie aber auch recht sicher bei den Modellen Canon Eos 5D Mark II, Mark III, 500D, 550D, 600D, 700D, 40D, 70D, und 7D funktionieren.

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